Im Jahr 2016 wurde von der Stadt Leutershausen das Breitbandprojekt Leutershausen mit dem Ziel angegangen, möglichst viele Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen. Die Strukturanalyse, die im ersten Schritt durchgeführt wurde, zeigte schnell, dass vor allem die Ortsteile enormen Nachholbedarf hatten.

Auf dieser Grundlage wurde ein Masterplan für das gesamte Gemeindegebiet erstellt und das Stadtgebiet in drei Bereiche eingeteilt:

  1. Die Stadt Leutershausen selbst, die nach damaligen Maßstäben über eine ausreichende Versorgung verfügte

  2. Die Ortsteile entlang der Bahnlinie, welche in den Jahren 2018/2019 im Landesförderprogramm im Deckungslückenprogramm durch die M-net Telekommunikations GmbH erschlossen wurden und bereits am Netz sind.
    Dies betrifft die Ortsteile Büchelberg, Görchsheim, Hannenbach, Hohenmühle, Lengenfeld, Neunkirchen, Rauenbuch, Straßenwirtshaus, Tiefenthal, Wiedersbach. Die Ortsteile Atzenhofen, Eichholz und Röttenbach sollen Mitte 2021 angeschlossen werden.

  3. Alle übrigen 34 Ortsteile, die nicht im Gebiet nach 1 oder 2 liegen, werden im Bundesförderprogramm erschlossen.

 

Im Februar 2017 wurde für letztgenanntes Gebiet ein Antrag auf Fördermittel bei der ateneKOM gestellt, die mit dem „Breitbandbüro des Bundes“ als zentraler Ansprechpartner des Bundes seit Dezember 2010 deutschlandweit für den Breitbandausbau zur Verfügung steht.

Schließlich erging am 27.07.2017 für die Stadt Leutershausen der vorläufige Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums mit einer Fördersumme  i.H.v. etwa 3,6 Mio.€ zur Unterstützung des Projektes. Das sind etwa 50% der damals geschätzten zuwendungsfähigen Baukosten.

Der Förderbescheid hatte in dieser Form nicht lange Bestand, da mit Gründung des KUL das Projekt nunmehr von diesem übernommen werden sollte. Der Bescheid wurde im November 2017 auf das KUL übertragen.

In den Jahren 2018 und 2019 erfolgten durch das KUL drei europaweite Ausschreibungen. Aus diesen gingen das Ingenieurbüro für Umwelt- und Tiefbautechnik aus Ansbach für die Planung und Bauleitung der Baumaßnahme, die Firma bisping&bisping GmbH&Co. KG als Betreiber und Pächter des Netzes sowie die Firma Lemka Bau GmbH als ausführende Baufirma hervor.

Im Dezember 2019 wurden die Bauarbeiten schließlich begonnen, die bis zum Jahr 2021 abgeschlossen sein sollen.